Snapchat vs. Twitter – ein Rückblick auf die re:publica

Snapchat vs. Twitter

Die letzten 3 Tage sprang ich auf der re:publica herum um eines fiel mir auf: Snapchat ist in alle Munde! Da gab es Veranstaltungen wie „Snapchat für Erwachsene“, die zum einen völlig überlaufen waren und zum anderen per Livestream von einem sehr jungen Mann vorgetragen wurden. Oder aber das HappySnapping-Event von Phillip Steuer, bei dem alle aus meiner Snapchat-Liste plötzlich ganz viele neue Follower haben. Aber auch Sascha Lobo ist in seiner Rede an die Netzgemeinde auf Snapchat eingegangen. Die Videos dazu findet Ihr hier unten im Beitrag.

Natürlich bin auch ich bei Snapchat und sah zumindest viele Snapchatter denen ich gern folge. Doch nach kurzer Zeit fiel mir ein kleiner aber feiner Unterschied zum Vorjahr auf.

re:publica 2015 und Twitter

Als ich letztes Jahr auf die re:publica ging, tweetete ich wie verrückt und aus meiner Timeline waren echt ein paar Twitteraner da, mit denen man sich dann auch traf. Das fand ich Klasse. Einen Twitteraner traf ich sogar per Zufall an der Kaffeebar und zwar verabredeten wir uns gerade und stellten dann fest, dass wir nebeneinander standen. Ja, richtig. Er stand neben mir und wir twitterten gerade miteinander ohne es zu merken.

Das fand ich echt toll und in diesem Jahr machte ich es natürlich genauso. Und so dachte ich doch tatsächlich dies müsse mit Snapchat doch genauso laufen. Schließlich snappten die Leute alle, dass man sich doch ansprechen solle. So hörte man es von Doktordab (Daniel Bröckerhoff) oder schneeengel (Jochen Hencke) oder eben auch von gutjahr (Richard Gutjahr).

#rpTEN und dieses Snapchat

Ja, ich habe alle 3 und noch viel mehr auf der #rpTEN gesehen und natürlich auch die Snaps verfolgt. Aber nun kam dieser richtig tolle Effekt und bei einigen Snapchattern habe ich das genau so getan. Ich sprach sie an.

Hey, ich kenn Dich von Snapchat!

 

Tja, und wie wird auf sowas reagiert? Es gibt nur 2 Möglichkeiten.

1. Er/Sie folgt mir und (auch das passierte) erinnert sich an meine Snaps:

Stimmt, Du bist doch dieser Astronom!

So läuft Netzwerken natürlich erfolgreich. Man hat sich gegenseitig schon bei Snapchat getroffen und hat Gemeinsamkeiten gefunden. Schließlich folgt man sich nicht Grundlos. Also führten die nachfolgenden Gespräche auch oft einem tollen und sehr lockeren Netzwerkgespräch. Hat man Gemeinsamkeiten oder ist sich sympathisch. Will man vielleicht sogar mal was zusammen machen und verabredet sich oder eben nur ein paar kleine Tipps und Anmerkungen zum Kanal.

Die meisten aber, die ich zumindest getroffen haben, kamen mit Antworten wie:

Ahhh, das ist cool.

Womit ich bei Möglichkeit Nr. 2 bin.

2. Ich weiß was Du gestern gegessen hast, aber Du hast keiner Ahnung wer ich bin!

Wie verläuft wohl ein Gespräch? „Mensch Dein Avokado-Salat sah aber lecker aus“. Nachdem ich ungefähr das 3-4 mal in ein solch unangenehmes Gespräch gestolpert bin, und ich bin echt nicht auf den Mund gefallen, beschloss ich ganz konkret keine Snapchatter mehr anzusprechen. Hier muss ich wohl einen anderen Weg suchen um ein ausgewogenes Netzwerk hinzubekommen.

Snapchat vs. Twitter

Der ein oder andere wird nun sagen, dass es wohl bei Twitter auch so läuft. Ich bin aber nicht der Meinung. Zum einen Ticker ich die Leute bei Twitter einfach vorher an und kann abfragen ob diese Lust auf einen Kaffee haben. Damit gebe ich den Leuten schon einmal die Möglichkeit sich über mich zu informieren, auch wenn man mir bis Dato nicht folgt.

Ein Zusage heißt also oftmals das mein Gegenüber schon mal irgendwelche Zusammenhänge zwischen meinen Tweets und seiner Arbeit sieht. Das ist eine Basis auf der man aufbauen kann.

Dieses Verhalten geht bei Snapchat so einfach eben nicht. Ich kann ja bei Snapchat meine Nichtfollower auch nicht anschreiben. Sondern eben nur denen eine Nachricht (Chat) schicken, die mir auch folgen.

Fazit

Im nächsten Jahr werde ich trotzdem Snapchat zur re:publica einsetzen und mal schauen wie es sich nach dieser Zeitspanne (1 Jahr) nun entwickelt. Trotzdem wird wohl Twitter mein bevorzugter Kanal für die re:publica bleiben. Meine Follower wissen um welche Themen es bei mir im Kanal geht und jeder der sich mit mir Treffen will, kann mich gern antweeten und vorher mal schauen was ich da so treibe. Natürlich kann auch Snapchat eine solche Dynamic entwickeln, aber dazu braucht man einfach eine Fanbase und diese muss sich halt aufbauen.

Bei Twitter sind eben auch Leute gut aufgehoben, die erst gerade beginnen sich mit Social-Media zu beschäftigen und daher noch keine größere Fanbase haben.

Wie sind den Eure Erfahrungen mit Snapchat und Twitter auf der re:publica? Was habt Ihr erlebt oder was nervt Euch total? Schreibt mir dazu einfach.

Videobeiträge der re:publica:

Snapchat für Erwachsene:

Sascha Lobo:

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