Beobachtungsbericht II Ort: Eilvese (Hannover) B: 52,533° L: 9,417° Datum: 12-13. Mai 2001 Zeit: 23.00 Uhr - 1.30 Uhr Gerät: Newton 114 f/4.4 (Pluto/S) Okulare: K25mm, SP20mm, ortho 12.5, Ploessel6mm, 2xAntaresBarlow Seeing: 2-3 Grenzhelligkeit: 4.5-5mag Nachdem ich meinen Kumpel mit seinem Vixen 80/480 Refraktor abegholte hatte, führen wir nach Eilvese. Es war 23.00Uhr als wir alles aufgebaut hatten und ließen die Optiken kurz auskühlen und die Augen an die Dunkelheit gewöhnen. Also schauten wir so über den schon schön klaren Himmel und sahen als erstes eine Sternschnuppe.Toller Anfang. Gut dachten wir, lange genug ausgekühlt ran an die Optik. Wega stand im Norden sehr hell und da uns dies als erstes auffiel beschlossen wir Epsilon-Lyra als erstes Ziel zu nehmen. Es war mein erstes mal und trennen konnte ich das System leicht in zwei Sterne. Nach einem kurzen Blick in den Karkoschka fiel mir auf, das es ja eigentlich vier sein müssten. Also nochmal ran, aber es gab keine Chance. (Ab wann bekomme ich vier Komponenten?) Danach in den Schwan und Beta-Cygnus getrennt. Man konnte schon seine tolle Farbe im 20mm sehr, aber im 12.5er kam er nochmal so schon. Blau-Grün sahen die beiden aus. Wau, das war toll. Als wir uns dann in einer kleinen Pause so unterhilten und in Richtung Süden schauten, sahen wir eine sehr, sehr helle Sternschnuppe. Die Bahn verlief von Osten nach Westen. Die Spur war noch nach über einer Sekunde zu sehen. So hell habe ich noch nie eine gesehen. Nach ein wenig hin und her über den Himmel sind wir in den Löwen gegangen. Erstes Ziel Gamma-Leo. Gefunden hatte ich Ihn, getrennt erst im 6mm und ein wenig deutlicher im 6mm+Barlow. Also 4,7" schafft mein kleiner auch. Da der Refraktor Gamma-Leo nicht trennen konnte, wollten wir noch einen Stern im Leo trennen. Laut Karkoschka Karte E11 ist das die Nr. 54. Ich habe Ihn nicht gefunden, aber mein Kumpel konnte die 6,6" im Refraktor trennen. Als wir uns die Zeit vertrieben, gingen wir nochmal in die Lyra und schauten uns M57 an. Ich bekam den Nebel mal wieder nicht rein, aber im Refraktor konnten wir einen Nebelfleck sehen, der ein deutlich helles Zentrum hat. Dann diskutierten wir ein wenig wann wohl Mars aufgeht und ob wir Ihn sehen. Also ging es los. Der Skorpion war schnell gefunden, Antares auch und dann wo wird wohl Mars sein? Als wir dann darauf kamen, das Mars genau in der dunstglocke von Hannover aufgehen müsste sahen wir einen Stern am Horizont ind Süd-Ost-Richtung. Also Tele drauf und ja, da ist er. Das erste mal das ich Mars sah. Toll. Schade wegen der Dunstglocke, aber Ende Mai wird er besser stehen. Wir beobachteten Ihn eine Weile und uns viel auf das der eine Pol weiß war. Es war glaube ich der Nordpol, muß aber nochmal mein Kumpel fragen. Schöner Anfang (Sternschnuppe), schönes Ende (Mars). Es war einer der besten Beobachtungsabende die ich durchgeführt habe seit ich Beobachte. Nochwas ist zu erwähnen, in den 2 1/2 Stunden haben mein Kumpel und ich 13 Sateliten gezählt. Da oben muß ganz schön viel los sein. War ein Super Abend.